VEREINSGESCHICHTE


 

Unser Verein wurde im Jahre 1988 von einer Gruppe von Personen gegründet, die eine besondere Leidenschaft für das Funkwesen haben.

Wir nannten uns "CB Club Bassa Atesina - Unterland" und hatten unseren Sitz im Keller einer Pizzeria in Kaltern. Zu dieser Zeit verfügten wir weder über große finanziellen noch materiellen Mitteln (z.b. vereinseigene Funkgeräte)

 

Unsere Willenskraft veranlasste uns nach Wegen zu suchen, wie wir der Gesellschaft nützlich sein konnten. Damals waren die verwendeten Funkgeräte das persönliche Eigentum der Mitglieder, die neben Einsatzbereitschaft und persönlichen Opfer dem Verein zur Verfügung gestellt wurden.

 

Wir begannen Sport-, Freizeit- und Kulturvereinen unsere Dienste für einen reibungslosen Ablauf ihrer Veranstaltungen anzubieten, die im laufe der Zeit immer zahlreicher wurden. Diese Dienste brachten uns eine kleine Einnahmequelle ein und befreiten somit die aktiven Mitglieder von der Beteiligung der laufenden Kosten, unter anderem wurde auch der Ankauf von Geräten mitfinanziert, die uns bei der Hilfe am nächsten nützlich sind.

 

Seit Eintragung bei der „Federazione Nazionale Ricetrasmissioni (F.I.R.)“ sind wir nicht mehr nur eine Gruppe von Freunden mit einer gemeinsamen Leidenschaft, sondern wurden institutionell. Dieser Dachverband ist vonseiten des Innenministeriums – Abteilung Zivilschutz – anerkannt. Die Eintragung brachte uns die Anerkennung von staatlichen und lokalen Körperschaften und Aufnahme in den Zivilschutz und im „Servizio Emergenza Radio (F.I.R. – S.E.R.)“ (Funknotruf Dienst).

 

Mit dem Eintritt in den ehrenamtlichen Zivilschutz lernten wir andere Vereine kennen, die eine ähnliche Tätigkeit ausüben und haben gemeinsame Übungen in verschiedenen Ortschaften Südtirols verwirklicht.

Die Dienste trugen zu einer tiefen Freundschaft und einer Professionalität im eigenen Tätigkeitsgebiet sowie gegenseitigen Zusammenarbeit mit den anderen freiwilligen Vereinen bei.

 

Im Jahre 1993 wurden wir aufgrund des MD 2/053/158 vom 12. Juni 1990 vom Innenministerium aufgenommen. In der Zwischenzeit sind wir nach Bozen in einigen Räumen der Gemeindefürsorgestelle übersiedelt.

 

Mit Erlaß des Staatsgesetzes Nr. 266 vom 11. August 1991 betreffend das Ehrenamt, hat auch das Land Südtirol ein eigenes Gesetz ausgearbeitet das diese Materie regelt und fügte einige wesentliche Artikel des Staatsgesetzes ein. Mit dem Landesgesetz Nr. 11 vom 1. Juli 1993.

 

Der Verein wurde in das Landesverzeichnis der Ehrenamtlichen Vereine Abschnitt „D“. eingetragen. Mit Dekret des Landeshauptmannes Nr. 16/1.1 vom 01. Juni 1994 und abgeändert mit Dekret des Landeshauptmannes Nr. 56/1.1 vom 27 März 1998.

 

Nachdem wir uns bei kleineren Diensten bei Sportveranstaltungen, einen Namen gemacht haben, baten im Jahre 1994 die Organisatoren der Eishockey-Weltmeisterschaften um unsere Mitarbeit.

 

Ein weiterer Schritt nach vorn, war die Anfrage vonseiten der zuständigen Behörden von Bozen, während der Entschärfung einer Fliegerbombe, die am Ufer des Eisack's gefunden wurde, eine Funkverbindung aufzubauen.

 

Im Anschluss an die Einschreibung ins Landesverzeichnis der ehrenamtlichen Vereine hat auch das Land Südtirol nach Einrichtung der Verkehrsmeldezentrale um unsere Mitarbeit gebeten. An den Wochenenden in der Hauptverkehrsreisezeit, befanden sich unsere Mitglieder in vorgegeben Ortschaften Südtirols und informierten die Einsatzzentrale über das Verkehrsaufkommen auf den Hauptverkehrsstrassen. Diese übermittelte die gelieferten Daten mittels Fax an die Verkehrsmeldezentrale.

 

Aufgrund der erworbenen Anerkennung und Erfahrungen wurden unsere Freiwilligen nach einer Katastrophe, die sich in Österreich ereignet und auch schwerwiegende Auswirkungen auf den Verkehr in Südtirol und im nahen Trentino hatte, gerufen.

Diese Aufgaben verlangte von ihnen ein Höchstmaß an Zusammenarbeit und Verfügbarkeit ab. Sie informierten in lobenswerter und präziser Weise die Reisende über die Verkehrsbehinderungen, gaben über Funk Auskünfte über Ausweichstrassen und trugen so zur Verbesserung der Verkehrslage bei.

Im Jahre 1996 erhielt unser Verein eine mobile Einsatzzentrale, die bei Zivilschutzdiensten oder anderen Notfällen, wie auch bei Übungen genutzt wird.

 

Dieses Fahrzeug ist mit Funkgeräten mit verschiedenen Frequenzen, Fax und Mobiltelefon ausgestattet. Weiters scheint es zusammen mit zwei Anhängern im Organigramm des Katastrophenschutzes auf (Beschluss der Landesregierung Nr. 2561 vom 15.06.1998). Ein Hänger ist mit Material für allfällige Notfälle ausgestattet, ein weiterer dient zum Transport von diversen Material für die Zivilschutzeinsätze.

 

Die Mobile Einsatzzentrale ist nicht nur ein Zivilschutzfahrzeug, sondern dient auch als Bezugspunkt für Einheimische und Touristen bei großen öffentlichen Veranstaltungen, besonders während des Christkindlmarktes. So haben sich viele Menschen, nachdem sie die Abzeichen des Zivilschutzes gesehen hatten, vertrauensvoll an unsere Freiwilligen gewandt um Auskünfte der verschiedensten Art, medizinische Hilfe gebeten, aber auch um uns und unsere Tätigkeit kennenzulernen. Diese wurde ihnen im Rahmen unserer Möglichkeiten auch gewährt.

 

Bei diesen Gelegenheiten wurde die Arbeit der Freiwilligen immer in enger Zusammenarbeit mit jener der zuständigen Behörden auf Gemeindeebene, speziell mit der Stadtpolizei und den Sicherheitskräften, koordiniert.

 

Der unermüdliche Einsatz und die Opferbereitschaft aller Vereinsmitglieder, in der Vergangenheit und der Gegenwart,

haben dazu beigetragen, dass der Verein in jeder Lage als Glaubwürdig, zuverlässig und Kompetent gilt.

 

Im Jahre 1997 wurde das Vereinsstatut aktualisiert, es wurden Verbesserungen eingebracht und den Vorgaben des Landesgesetzes über das Ehrenamt angepasst. Bei dieser Gelegenheit wurde in der Vollversammlung die Änderung des Vereinsnamen in den heutigen beschlossen und zwar: „GRUPPO OPERATORI EMERGENZA RADIO – G.O.E.R. / FUNKNOTRUFGRUPPE – FNG“, aber ohne die Mitgliedschaft der „Federazione Nazionale F.I.R. (Federazione Italiana Ricetrasmettitori) aufzugeben.

 

Die Einsatzzentrale in der Vittorio Veneto Strasse war nicht mehr den Bedürfnissen zur Ausübung der Tätigkeit und der Aufbewahrung des Materiales gerecht. So waren die Geräte auf schmalen Raum mehr oder weniger unübersichtlich angehäuft. Das Einsatzfahrzeug war am Sitz eines anderen Vereines, nämlich jenes des Weißen Kreuzes, untergebracht, bei dem wir uns herzlich für die erwiesenen Gastfreundschaft bedanken.

Jedes Jahr zu Weihnachten findet unsere traditionelle Weihnachtsfeier statt, zu der Familienmitglieder, Gönner, Behörden, Freunde und andere Vereine eingeladen sind.

 

Dank der Fürsprache und dem Entgegenkommen des damaligen Gemeinderates wurde uns am 1.Oktober 2001 Offiziell unsere heutige Einsatzzentrale in der Lanciastrasse 4/A übergeben.

Zusammen mit der Feier zum 15jährigen Bestehen unseres Vereins wurde sie am 26. Mai 2002 eingeweiht. Die Mühen und Opferbereitschaft der Freiwilligen der Funknotruf Gruppe ließen den Traum einer geeigneten Einsatzzentrale wahr werden.

 

Bei dieser Gelegenheit danken wir allen Behörden auf Landes und Gemeindeebene für ihr Entgegenkommen, ganz besonders dem Amt für Kabinetsangelegenheiten und der Abteilung 26.3 der Autonomen Provinz Bozen.